Wertepolitik

Aktiv für christliche Werte, stabile Familien und starke Kinder! – David Müller

Viel Konstruktives im grün-schwarzen Koalitionsvertrag

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Ein Beitrag von Gabriel Stängle

Mit großer Spannung ist der grün-schwarze Koalitionsvertrag erwartet worden. Aus politischen Gegnern sollen innerhalb weniger Wochen Partner werden. Der Koalitionsvertrag trägt viele konstruktive Aspekte, die wieder eine verlässliche Politik ermöglichen, die Baden-Württemberg so dringend braucht.

Schule und Bildung

Das Bekenntnis des Koalitionsvertrags zu der „Vielfalt und Qualität“ der Schularten trägt ein toleranteres und weltoffeneres Verständnis von Bildung. Die einfältige Festlegung eines „Zweisäulen-Modells“ wie unter Grün-Rot wird überwunden. So sind auch die pädagogischen Freiräume, die den Schulen gewährt werden sollen zu begrüßen. Dies ermöglicht die Abkehr von der „neuen Lernkultur“, die an Gemeinschaftsschulen meist ohne überzeugenden Erfolg ausprobiert wurde. Es ist gut, dass die jahrelange finanzielle und personelle Benachteiligung der Realschulen beendet wird und die Bevorzugung der Gemeinschaftsschule bei der Ausstattung kompensiert werden soll.

Aktionsplan

Dass sowohl bei dem Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ als auch bei den Leitperspektiven des Bildungsplans die Umsetzbarkeit und Praxistauglichkeit überprüft werden soll, zeigt, dass die notwendige und berechtigte Kritik der letzten zwei Jahre im Koalitionsvertrag angekommen ist. Da der Aktionsplan auch von der zukünftigen Landesregierung fortgesetzt und gefördert wird, werden wir als Petitionsinitiative Zukunft-Verantwortung-Lernen e.V. alle weiteren Entwicklungen verfolgen und kritisch begleiten. Wir müssen damit rechnen, dass es weiterhin Versuche von Lobbygruppen geben wird, ideologisch auf das Bildungs- und Erziehungswesen einzuwirken.

Frühkindliche Betreuung

Wir sind enttäuscht darüber, dass die Erziehungsleistung der Mütter, die ihre Kinder vor dem Kindergarten nicht in eine Kita geben, nicht gewürdigt wird. Hier wird einem Familienbild Vorschub geleistet, das entgegen wissenschaftlicher Erkenntnis frühkindliche Bildung für wichtiger erachtet als frühkindliche Bindung. Hier konnte die CDU ihre Forderungen nicht durchsetzen.

Gabriel Stängle ist Vorsitzender des Vereins „Zukunft-Verantwortung-Lernen e.V.“ in Mötzingen und war Initiator der Petition zum grün-roten Bildungsplan 2015

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