Wertepolitik

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Deutschland – wo sind deine Optimisten?

| 3 Kommentare

Ein Beitrag von Christoph Scharnweber

Jahrelang tourten Politiker der Linkspartei Abend für Abend durch deutsche Talkshows um uns letztendlich nur eine Botschaft zu übermitteln: „Unser Land ist schlecht! Es läuft alles falsch! Es wird immer schlimmer!“. Düstere Zukunftsprognosen wurden uns gegeben und oberflächlich zitierte Statistiken mussten dafür herhalten, manche dieser abenteuerlichen Theorien zu untermauern.  Das waren die Linken. So kannte man sie und mal ganz ehrlich: etwas völlig anderes konnte man von ihnen auch nicht erwarten.

Inzwischen leben wir im Jahr 2017 und wieder füllen sich die Talkshows und inzwischen auch die sozialen Netzwerke mit den gleichen Parolen: „Wie schlimm alles bei uns ist und warum es morgen noch schlimmer sein wird!“. Es ist gut, wenn Menschen sich Sorgen um unser Land machen. Es gibt auch viele Gründe, gewisse gesellschaftliche Entwicklungen zu kritisieren und dagegen zu demonstrieren. Das sollte in einer Demokratie auch passieren. Aber mal ganz ehrlich: Es läuft nicht alles falsch und schlecht in unserem Land. Der vieldiskutierte Satz von Margot Käßmann: „Nichts ist gut in Afghanistan…“ wird inzwischen von einer gewachsenen Bewegung in unserem Land auch auf Deutschland übertragen. Und das stimmt einfach nicht: weder wirtschaftlich, noch soziologisch und auch nicht kulturell oder moralisch.

Was dann ganz besonders befremdend wirkt, ist wenn eine wachsende Anzahl von Schwarzsehern in unserer Republik sich in ihren Ängsten noch auf ihren christlichen Hintergrund beruft. Selbst Menschen mit wenig Bibelkenntnis und reduziertem Kirchenbesuch wissen doch, dass es einer der christlichen Hauptaufgaben ist, Hoffnung zu erzeugen, in schwierigen Zeiten zu ermutigen und Menschen dazu zu bringen, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern an eine bessere Zukunft zu glauben. Während der Apostel Paulus in der christlichen Urgemeinde einer brutal verfolgten Schar von Gläubigen immer wieder neuen Mut einflößte und sie zum Durchhalten aufforderte, hört man heute von vielen Kanzeln, aber auch in den sozialen Netzwerken konservativer Kreise fast nur noch pessimistische Perspektiven.

Schade, dass es so läuft. Schade, dass uns der Optimismus verlorengegangen ist. Schade, dass der persönliche Glaube viele Menschen nicht zum Handeln, sondern vermehrt zum Jammern und Motzen animiert.

Irgendwas läuft falsch in unserem Land. Aber vielleicht nicht nur bei denen, die in Parlamenten und Parteibüros sitzen, sondern auch bei denen, die anstatt anzupacken und sich aktiv für ihre Anliegen in der Gesellschaft einzusetzen, nur noch schimpfen und irgendwo in Berlin und Brüssel die Schuldigen suchen, die möglichst schnell alle abgewählt werden sollten.

Deutschland ist nicht nur schlecht. Und egal ob von linker oder rechter Seite versucht wird, uns dieses Bild zu vermitteln: wir sollten uns unser Land nicht schlechtreden lassen von Menschen, die manchmal nur sehr wenig außerhalb Deutschlands unterwegs waren und daher nicht die Möglichkeit hatten, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie es in anderen Ländern dieser Erde derzeit läuft – nicht nur in Afrika oder Asien, sondern auch bei vielen unserer Nachbarn in der EU.

Zwischen den Parolen „Es geht uns so gut wie nie zuvor. Machen wir weiter so!“ und „Alles ist furchtbar und wird immer schlimmer“ fehlt in diesen Tagen die Stimme der Mitte und Ausgewogenheit, die viele Entwicklungen durchaus kritisch beurteilt, aber sich gleichzeitig unser Land nicht weiter nur vermiesen und schlecht machen lassen will. Es wäre doch schön, wenn mancher Leser dieser Zeilen dazu beitragen könnte, dass wir Deutschland wieder sehen wie es wirklich ist: mit Fehlern und Fehlentwicklungen, aber auch mit Begeisterung und Anerkennung für vieles, was wirklich gut läuft und wo enormes geleistet wurde. Dazu lade ich Sie ein!

Christoph Scharnweber ist Mitglied des CDU-Kreisvorstands Heilbronn, des EAK-Landesvorstands Baden-Württemberg sowie Vorsitzender des EAK-Kreisverbands Heilbronn

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3 Kommentare

  1. Recht hast Du lieber Christoph!
    Es ist gut, dass dies mal jemand sagt(schreibt)!

  2. Schließe mich dem vorigen Kommentar an. Nicht alles ist schlecht in Deutschland und wir als Christen haben eine Hoffnung, auch wenn vieles nicht so ist, wie es wünschenswert wäre.
    Gut finde ich, dass Du Dich in der Politik engagierst und gute Werte vermittelst.

  3. Hallo Herr Scharnweber, was Ihre negative Betrachtung der „Linken“ betrifft, möchte ich Ihnen widersprechen. Z. Zt. sind es doch eher „die Rechten“, oder mindestens auch einige Vertreter anderer Parteien, die in unserem Land alles schlecht finden (z. B. „Merkel muss weg“, „Lügenpresse“, Rassismus und pauschale Verurteilung von Flüchtlingen und der Flüchtlingspolitik). Ich hätte Ihren Beitrag gerne geteilt, finde aber die Bemerkung über die Linken, von denen sich auch einzelne in meinem Bekanntenkreis befinden, unklug. Denn ich vermute, diese würden den Rest des (an sich guten) Artikels gar nicht mehr lesen. Schade…

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