Wertepolitik

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Andreas Malessa: „Als Christ die AfD unterstützen?“

| 4 Kommentare

Eine Buchrezension von David Müller

Der evangelische Theologe und Hörfunkjournalist Andreas Malessa richtet sich in seinem neuen Buch „Als Christ die AfD unterstützen?“ an eine klar definierte Zielgruppe: Überzeugte Christen, die ihr Leben an den Maßstäben der Bibel ausrichten und sich gleichzeitig nicht sicher sind, wie sie mit der (nicht mehr ganz so neuen) Partei „AfD“ umgehend sollen.

Das Buch ist keine Kampfschrift gegen die AfD. Sondern ein Plädoyer für genaues Hinschauen statt einfacher Parolen. Malessa will nicht über jedes Komma von Parteiaussagen diskutieren, sondern die grundsätzliche Denkweise bzw. Argumentationslogik aufzeigen. Es geht ihm um das Menschen- und Weltbild der AfD.

Im Plauderton streift er verschiedene Positionen und Grundsatzaussagen. An manchen Stellen geht er nicht sehr in die Tiefe. Dies macht aber das Buch (112 Seiten) leichter lesbar.

Ich empfehle es allen fragenden Christen, denen weder ihr Land noch ihr Glaube egal ist. Es lässt sich zügig lesen, gibt einen guten Überblick und löst manche Frage an die Ausgewogenheit eigener Überzeugungen aus.

Das Buch kostet 9,00 € und ist im Brendow-Verlag erhältlich. Eine PDF-Leseprobe gibt es hier.

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4 Kommentare

  1. Danke David, Klasse kurze Rezension. Auch die Leseprobe lohnt sich. Hatte gerade gestern heiße Diskussion mit Freunden über das Thema und leite gleich den Link zu Deiner Seite weiter…
    …konnten gar nicht glauben, dass es in der CDU jede Menge Wertkonservativer – aktiver Leute gibt…
    LG Thomas

  2. Interessant wäre ein Buch mit dem Titel „Als Christ die CDU unterstützen?“. Denn manche Entscheidungen der aktuellen Bundesregierung sind beinahe unerträglich! Über die SPD brauchen wir nicht reden, meine Meinung!!

  3. Wer Andreas Malessa genauer kennt (und ich kenne ihn schon von seiner Jugend an) darf fragen, ob er denn wirklich dafür geeignet ist, ein Buch (vorurteilsvoll!?) zum sicher sehr wichtigen AfD-Thema zu verfassen. Ist nicht A. Malessa selbst eine sehr schillernde Persönlichkeit?

    k.winzingen@gmail.com

  4. Ich zitiere 2 Kommentare zu einem Interview zum Buch mit Andreas Malessa im pro-medienmagazin. Hier nachzulesen: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2017/05/24/als-christ-die-afd-unterstuetzen/
    1. Kommentar:
    Zitatanfang des 1. Kommentars:
    „Jesus hilft mir zu unterscheiden, was regionalreligiöse Texte und was universell und zeitlos gültige ethische Maxime sind. Eine solche „christologische Auslegung“ …“. Das ist eben nicht christologisch sondern eine auf Andreas Malessa hin individualisierte Form der Auslegung der Heiligen Schrift. Das Interview ist ein Lehrbuchbeispiel für die Verschiebung von Begriffsbedeutungen und die Proklamation der Deutungshoheit gegen über anderen Christen. Es ist erforderlich, die AFD, den Islam, die Politik in Deutschland,moralische und ethische Standards usw. von Christus her zu bewerten und daraus die entsprechenden Konsequenzen für unser Leben zu ziehen. Leider gelingt dies meinem Bruder Andreas Malessa im Interview nicht, seine vom „modernen naturwissenschaftlichen Wahrheitsbegriff“ geprägte Sicht auf die Bibel führt zu den negativen Wahlempfehlungen (…)
    – Zitattende des 1. Kommentars –

    2. Kommentar zum 1. Kommentar
    – Zitatanfang des zweiten Kommentars –

    Zitat: „Das ist eben nicht christologisch sondern eine auf Andreas Malessa hin
    individualisierte Form der Auslegung der Heiligen Schrift. Das Interview
    ist ein Lehrbuchbeispiel für die Verschiebung von Begriffsbedeutungen
    und die Proklamation der Deutungshoheit gegen über anderen Christen.“

    >> Exakt beobachtet und eingerordnet und genau das ist bitter. Das fressen die Leute diesem Theologen aus der Hand; selbst unter den Evangelikalen wird die Bibel vom Wort Gottes zum „regionalreligiösen Text“, aus dem man dann das universelle herausschaufeln kann. Übrigens ist sogar der Schluss von Malessa bzgl. des Korans nicht konsistent: Denn wir müssen ja erst einmal voraussetzen, was wir als universell betrachten, um es zu erkennen (das fängt bei Chrisuts an, der ja nach der Ansicht von Malessa auch erst einmal aus dem biblischen Jesus herausgeschält werden muss). (…)
    Zitatende des zweiten Kommentars.

    Meine persönliche Ergänzung: Als Christen muss uns klar sein: Die Bibel ist die wahrhaftige Offenbarung Gottes an uns Menschen und spricht die Wahrheit über diese Welt (sola scriptura). Jesus Christus ist der Herr aller Herrn und König aller Könige. Daher sind die „Grundwahrheiten“ des Koran abzulehnen. Die bedeutet nicht, dass ich Muslime als Menschen ablehne. Im Gegenteil: Ich empfinde Mitleid mit Menschen, die unter dieser knechtischen Religion leiden müssen.
    Ein zweites: Die UN-Menschenrechtscharta von 1948 ist ohne das Evangelium Jesu Christi nicht denkbar. Sie wird aber von allen muslimischen Ländern in der Kairoer Erklärung von 1990 zu dieser UN-Charta an zentralen Stellen abgelehnt (u.a. hier nachzulesen: http://www.islamdebatte.de/islamische-schluesseltexte/kairoer-erklaerung-der-menschenrechte-im-islam/)
    Ich zitiere den letzten Artikel Nr. 25 aus dieser Kairoer Erklärung: „Die islamische Scharia ist der einzige Bezugspunkt für die Erklärung oder Erläuterung eines jeden Artikels in dieser Erklärung!“ Das heißt für alle muslimischen Länder steht die Scharia über der UN-Menschenrechtscharta. Wie passt es da zusammen, dass die CDU in ihrem Grundsatzprogramm verkündet: Der Islam gehört zu Deutschland?

    Kann ich als Christ die CDU wählen?

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